Die Katzen-Kita

Unsere Nachbarin hat vor zwei Monaten eine kleine Katze bekommen. Frida ist ein echtes Bauernhofkätzchen, putzmunter und immer zu Streichen aufgelegt. Am Anfang hatte ihre Besitzerin Urlaub genommen, damit das „Mutzi“ sich eingewöhnen konnte, aber schließlich musste sie wieder arbeiten. Das Katzenfutter will verdient sein! So blieb die Kleine zunächst allein zu Haus. Sie konnte sich ganz gut beschäftigen, aber so richtig lustig war das nicht, immer nur mit dem eigenen Spielzeug.

Rate mal, warum ich Frida heiße!
(Kleiner Tipp: Augenbrauen!)
Auf dem eigenen Teppich

So kamen wir auf die Idee, sie tagsüber zu uns zu nehmen. In die „Katzenkinder-Tagesstätte“, kurz Katzen-Kita!

Hannibal und Billie waren zunächst baff, als sie sahen, was für ein kleiner Wirbelwind da in ihre vier Wände hereingeweht kam.

„Was ist das denn?“

Frida eroberte mit unerschütterlichem Selbstbewusstsein schnell die ganze Wohnung.

Esszimmer
Bad
Wohnzimmer
Balkon

Und natürlich bediente sie sich auch an der Katzenbar in der Küche!

Billie und Hannibal schauten zuerst fassungslos zu.

„Jetzt frisst die auch noch mein Futter weg! Wie kann man soviel fressen, wenn man so dünn ist!“
„Echt jetzt? Die soll jetzt den ganzen Tag hierbleiben?“
„Und dann riecht sie auch noch komisch!“

Frida scheute auch nicht davor zurück, Hannibals und Billies Lieblingsplätze zu okkupieren.

Zum Beispiel den Kratzbaum im Büro:

„Meins!“

Oder den Sessel im Wohnzimmer:

„Meins!“

Oder das Kissen auf dem Drucker neben dem Schreibtisch:

„Wird gleich meins!“

Aber schließlich haben Billie und Frida Freundschaft geschlossen. Ist ja auch für Billie schön, dass sie eine neue Spielgefährtin hat, denn Hannibal ist inzwischen eher in der ruhigeren Phase des Katzenlebens angekommen.

Und wie es bei Mädels üblich ist, geht man gemeinsam aufs Klo. Natürlich am liebsten, wenn gerade sauber gemacht wird.

Man grast gemeinsam.

Vor allem aber gibt es endlose, wilde Jagden durch die Wohnung!

Ab und zu muss Onkel Hannibal mal nach dem Rechten schauen.

Aber eigentlich hat er lieber seine Ruhe und zieht sich an seinen Lieblingsplatz auf dem Balkon zurück. Den hat Frida noch nicht erobert!