Die Ruhe nach dem Sturm – Leopardi und Corona

Normalerweise kennen wir die Redewendung „Ruhe vor dem Sturm“. Leopardi nennt sein Gedicht „La quiete dopo la tempesta“, „Die Ruhe nach dem Sturm“. Der italienische Dichter und Philosoph war sein Leben lang auf der Suche nach dem Glück, und darum geht es auch hier, so wie in den anderen Gedichten, über die ich geschrieben habe…

Verwunschene Friedhöfe I – Maria Hof in Neudingen

Ich liebe Friedhöfe, vor allem Parkfriedhöfe mit alten Bäumen, die Schatten spenden und dem Besucher das Gefühl geben, dass diese grünen Wächter schon den Toten vergangener Jahrhunderte das letzte Geleit gaben. Egal ob in Wien, Mailand oder Venedig, die großen Friedhöfe mit den alten Familiengräbern und den ausführlichen Inschriften sind mir immer einen Besuch (oder…

… Fink und Star

Nun sind alle Vögel wieder da! Über die Stare habe ich schon geschrieben, aber auch Finken kommen gern ins Vogelrestaurant. Das haben wir inzwischen mit einem Netz gegen Katzen abgesichert, von denen einige die Gegend unsicher machen. Die Grünfinken lieben vor allem das freischwebende Vogelhäuschen auf der linken Seite. Dass es sich unter ihrem heftigen…

Sturm!

Wieder einmal zieht ein Sturmtief über die Reichenau. Diesmal heißt es „Klaus“. Doch wir haben zu jeder Jahreszeit Stürme, mal mehr, mal weniger heftig. Unser Haus ist nach Südwesten ausgerichtet, und so sehen wir die Weststürme schon von weitem drohend über das Wasser heranziehen. Überall blinken die Sturmwarnungen, das Wasser färbt sich gelblich vom aufgewühlten…

Das Jahr der Stare

Im letzten Frühjahr haben wir in unserem großen Nussbaum einen Starenkasten aufgehängt. Es hat ein bisschen gedauert, aber dann hat ihn ein Starenpaar bezogen. Ist ja auch kein übler Platz, wenn man das Vogelrestaurant, in dem ganzjährig gefüttert wird, direkt daneben hat (siehe auch Beitrag „Monis Vogelrestaurant“). Da kann man sich einfach bedienen und bequem…

Goldener See, schwarzer Schwan

Ob es an der Jahreszeit liegt? Oder am Sahara-Sand, der momentan über die Alpen geweht kommt? Was auch der Grund sein mag, zur Zeit haben wir wieder wunderschöne Sonnenuntergänge und entsprechende Farben auf dem See. Das Wasser ist ganz still, alles spiegelt sich, so auch dieser Schwan. Obwohl eigentlich weiß, wirkt er auf dem goldenen…

Kleine Reichenauer Fasnachts-Nachlese

Wie überall in diesem Jahr war es auch auf der Insel nichts mit der offiziellen Fasnacht. Aber die Narren des Vereins Grundel wären keine Reichenauer, wenn sie damit nicht kreativ umgehen würden! Es wurden Videos gedreht und auf Youtube gestellt, die Christbäume der Insulaner wurden kurzerhand zu Narrenbäumen umdekoriert, und viele närrische Reichenauer schmückten ihre…

Das Unendliche – Leopardi und Corona

Giacomo Leopardi (1798 – 1837) ist einer meiner Lieblingsdichter und „L’infinito“ eines meiner Lieblingsgedichte. Leopardi war Philosoph und Autor, und er hat seine Vorstellung vom Glück oft in Verse gepackt (siehe auch Beitrag „Samstag im Dorf – Leopardi und Corona“). Die Übersetzung des Gedichts „L’infinito“ stammt von mir, auf der Basis des deutschen Texts von…

K wie Kassier

Der Kassier ist ein Amt, das es so wohl nur auf der Insel Reichenau gibt. Die Besonderheit des Narrenvereins Grundel ist nämlich, dass er keine eingeschriebenen Mitglieder hat. Mitglied ist jeder Reichenauer, der seinen Beitrag bezahlt. Und damit das möglichst viele werden, sind zwei Wochen vor der Fasnacht die Kassiere unterwegs. Sie gehen in „Amtstracht“,…

Eine verrückte Henne – Conni Eißer

Als ich auf die Reichenau gezogen bin, habe ich gleich zu Beginn an einer Inselführung teilgenommen. Die romanischen Kirchen kannte ich ja schon vom Kunstgeschichtsstudium, aber ich wollte auch etwas über das heutige Leben auf der Insel wissen. So habe ich Conni Eißer kennengelernt. Mit viel Witz und Wissen hat sie uns Neu-Insulanern Wein- und…